Planet X - Gibt es den 10. Planeten?

Diese Frage wird schon seit langem heiß diskutiert. Anlaß dazu gibt die Tatsache, daß zwischen Jupiter und Mars tausende von Planetoiden in einem Orbit um die Sonne kreisen. Spekuliert wird, daß es die Überreste eines massiven Planeten waren, der aber wohl zerstört wurde.

Der Astronom Johann D. Titius hat im Jahre 1766 entdeckt, daß sich alle Planeten, die um unser Zentralgestirn kreisen, sich in einem mathematisch festgelegten Orbit bewegen. Sechs Jahre später hat der Astronom Johann Bode den Gedanken Titius weitergeführt und legte diese Gesetzmäßigkeit als "Titius-Bodesche Regel" fest. Mit dieser Regel können die einzelnen Planetenabstände festgelegt werden.

Bei dieser astronomischen Regel ist ein Aspekt von Interesse, denn sie ergibt, daß sich zwischen Mars und Jupiter ein weiterer, zehnter Planet befinden müßte. Es ist aber allseits bekannt, das dort kein zehnter Planet existiert. So ist dieser Planet offensichtlich "verloren" gegangen? Wenn man diese Lücke aber mal näher betrachtet, so ist sie alles andere als leer. Sie ist sogar ziemlich belebt. Am 1. Januar 1801 wurde dann endlich der fehlende "Planet" in der besagten Gegend entdeckt. Dieser kleine Planet mit einem Durchmesser von nur 768 km wurde von seinem Entdecker, Guiseppe Piazzi, auf den Namen Ceres getauft.

Davon erfuhr schließlich der deutsche Mathematiker Karl Friedrich Gauß. Er errechnete von diesem neuen Planeten die Bahndaten. Tatsächlich standen die errechneten planetaren Bahnzyklen mit den anderen im Einklang. Aber damit war die Sache nicht abgeschlossen. Bis heute haben die Astronomen rund 3000 solcher Planetoiden entdeckt, die in dem sogenannten Asteroidengürtel ihre Bahnen ziehen.

Gab es Leben auf Planet X?

Jetzt war zwar die Lücke zwischen dem vierten und fünften Planeten nach der Titius-Bodeschen Regel mit Masse gefüllt, doch taten sich Fragen auf. Warum existierte überhaupt dort ein Asteroidengürtel? Und warum war dort kein massiver Planet zu finden?

Nun vertreten einige Wissenschaftler die These das all die Planetoiden einst ein Ganzes gebildet hätten, einen Planeten. Der russische Astronom Professor S. V. Orlow gab diesem hypothetischen Planeten schon vor Jahren den Namen Phaethon, er entlieh diesen Namen der griechischen Mythologie.

Die Frage nach Leben auf diesem zehnten Planeten war berechtigt, hielt sich dieser Planet doch in der Nähe unserer sehr lebendigen Ökosphäre auf. Wenn auch andere Bedingungen wie Sauerstoff und Wasser vorhanden gewesen wären, läge das also durchaus im Bereich des Möglichen, denn selbst der Mars verfügte vor unendlichen Zeiten ja mal über Massen von Wasser.

Wir wissen heute auch, daß die Oberflächentemperatur eines Planeten nicht allein von der Nähe zur Sonne und die damit verbundene Wärmeeinstrahlung zusammenhängt. Der Neptun hat beispielsweise die gleiche Oberflächentemperatur wie der Uranus, der bekanntlich eine viel nähere Umlaufbahn zur Sonne hat. Natürlich spielt aber die Sonneneinstrahlung eine wichtige Rolle.

Die Frage wie der zehnte Planet, mal vorausgesetzt er hat existiert, zerstört wurde, bleibt unbeantwortet. Vor allem wo blieben seine Trümmer? Viele Spekulationen und Überlegungen wurden angestellt. Eine davon ist die ob es sich dabei nicht vielleicht um die hunderte Ringe des Saturns handeln könnte und auch des Uranus, der nämlich auch Ringe besitzt. Genauer gesagt hat er neun Ringe. Im März 1977 entdeckten James Elliot und Edward Dunham (Cornell University) die ersten sechs Ringe. Eric Persson (Las-Campanas Observatorium, Chile) sichtete dann die anderen drei am 10. April 1978. Das nur mal so am Rande.

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