Seine Werke

 

Stephen W. Hawking

Welcher Naturwissenschaftler könnte wohl besser auf diese Page passen, als Stephen W. Hawking? Einerseits Genie was seine Theorien über das Universum angeht, über die er zahllose Bücher geschrieben hat, andererseits leidenschaftlicher Trekkie, der sich solange beworben hat, bis er endlich eine Gastrolle in der Star Trek Serie The Next Generation bekam.

Aber wer genau ist Stephen W. Hawking? - Seine Biographie

Stephen William Hawking, so sein kompletter Name, wurde am 8. Januar 1942 (exakt 300 Jahre nach Galileos Tod) in Oxford geboren.

Der Vater, Frank Hawking, war Facharzt für Tropenmedizin. Seine Mutter, Isobel Hawking, war Sekretärin als sie Frank Hawking kennenlernte und die beiden kurz vor Kriegsausbruch heirateten.

Stephen hat drei Geschwister, Mary, Phillipa und Edward.

Einige Jahre nach dem Krieg zog die Familie Hawking nach St. Alban´s, nachdem Frank Hawking am National Institute for Medical Research zum Leiter der Abteilung Parasitologie ernannt wurde. Stephens Eltern legten sehr viel Wert auf eine ausgezeichnete Ausbildung, daher entschlossen sie sich ihn nach Westminster zu schicken. Leider wurde er kurz vorher schwer krank, er mußte also notgedrungen eine normale Schule besuchen.

Stephens Wunsch Wissenschaftler zu werden formte sich bei ihm bereits schon in dem zarten Alter von 9 Jahren. Er hatte immer das Bedürfnis den Sachen auf den Grund zu gehen und nahm mit größter Vorliebe Uhren auseinander, um zu sehen wie sie funktionierten. Sein letztendlicher Entschluß Wissenschaftler zu werden kam dann mit 14 Jahren und er wollte sich dann mit Mathematik und Physik beschäftigen.

1959 ging Stephen dann im Alter von 17 Jahren nach bestandener Aufnahmeprüfung nach Oxford und studierte Physik. Es war ein wenig problematisch für ihn, da er schon früh den anderen Studenten weit überlegen war. Er wollte aber zu ihnen gehören und bemühte sich auf ihr Niveau herunter zu kommen. Das zog mit sich, daß er ziemlich faul war.

Bei der Abschlußprüfung dann entschied er sich für die Kosmologie und bewarb sich für ein Promotionsstudium in Cambridge. Eine Aufnahme dort sollte nur unter der Auflage erfolgen, daß seine Abschlußprüfung sehr gut sein würde. Er absolvierte die Prüfung dann allerdings mit einer kanppen Note zwischen gut und sehr gut. Daher luden die Prüfer ihn zu einem persönlichen Gespräch ein. Hawking: Ich sagte zu ihnen, wenn ich die Note gut bekomme, dann bleibe ich hier in Oxford, wenn ich allerdings ein sehr gut bekomme, dann gehe ich nach Cambridge. Ich erwarte daher von ihnen ein sehr gut zu bekommen. Er bekam das sehr gut und wechselte nach Cambridge.



Hier zeigte sich, daß seine Krankheit fortschritt und er immer unbeholfener wurde und auch schwerer sprechen konnte. Er ging darum zu einem Doktor und ließ sich gründlich untersuchen. Die fatale Diagnose: Amyotrophische Lateralsklerose. Das ist eine Krankheit, die das Absterben von Nervenzellen und den Abbau der Muskulatur zur Folge hat und tödlich ausgehen soll. Die Ärzte teilten ihm mit, daß sie nichts tun konnten um die Krankheit aufzuhalten und rechneten mit seinem Tod in 2 bis 3 Jahren. Stephen verfiel in schwere Depressionen. Seine Arbeiten gingen daher nur sehr langsam voran. Nach 2 Jahren allerdings hatte der Verlauf seiner Krankheit sich verlangsamt und so beendete er seine Dissertation endlich.

Auf einer Silvesterparty lernte Stephen 1963 dann Jane Wilde kennen. Ihre frische, optimistische Art wirkte ansteckend auf ihn. Sie verliebten sich und verlobten sich bald. Das Leben hatte für Stephen wieder einen neuen Sinn. 1965 wurde geheiratet. Im gleichen Jahr schloß Stephen sein Studium erfolgreich ab und erhielt auch gleich eine Stelle an der Universität. Da er zu diesem Zeitpunkt bereits keine größere Distanzen mehr zu Fuß zurücklegen konnte, zog er mit Jane in die Nähe vom Department of Applied Mathematics and Theoretical Physics (DAMTP).

Schließlich übernahm er den traditionsreichen Lucasischen Lehrstuhl in Cambridge und erhielt eine Wohnung in dem Gebäude. Außerdem richtete man Rollstuhlrampen für ihn ein, damit er sich problemlos fortbewegen konnte. Stephen setzte sich anschließend sehr für die Behinderten in Cambridge ein und wurde somit für sie zum großen Vorbild.

1967 wurde Stephen das erste Mal Vater als sein erster Sohn geboren wurde. Es folgten dann 1970 Tochter Lucy und 1979 Timmy.

Übrigens, in die Royal Society wurde Stephen Hawking 1974 im Alter von erst 32 Jahren aufgenommen.

Stephen war mittlerweile zu einem der berühmtesten Wissenschaftler geworden und wurde mit Ehrungen nur so überhäuft. Er hat nicht weniger als 13 Ehren-Doktortitel (auch an seiner eigenen Universität) inne, bekam auch unter anderem 11 bedeutende internationale Preise, und den so begehrten Albert-Einstein-Preis. Queen Elisabeth ernannte ihn schließlich zum Commander of the British Empire und 1989 zum Companion of Honor. Es folgten unzählige Ehrungen und Ernennungen.

Doch das alles finanzierte nicht die Ausbildung seiner Kinder. Also entschloss er sich 1982 ein Buch zu schreiben. Es sollte allerdings kein Buch für Wissenschaftler werden, sondern ein für jeden Menschen verständliches Werk. Denn das war Stephens Meinung nach das Problem bei wissenschaftlichen Büchern, ein Nicht-Wissenschaftler konnte nichts damit anfangen, weil alles so hochtrabend und schwierig geschrieben ist. So entstand das Buch Eine kurze Geschichte der Zeit. Der Erfolg dieses Buches war umwerfend. Monatelang stand es auf den Bestsellerlisten ganz oben (bis 1990 allein 8 Millionen verkaufte Exemplare). Damit hatte selbst Stephen nicht gerechnet. Und selbst ein Stephen W. Hawking-Fanclub wurde gegründet. Das hat ihn fast mehr gefreut als all seine Auszeichnungen. Dabei hat ihn in der Entstehungszeit des Buches eine gefährliche Lungenentzündung und eine damit verbundene Operation seine Stimme gekostet. Er würde nie wieder sprechen können.

Um sich artikulieren zu können bekam Stephen einen Computer mit Sprachsynthesizer, der mittels angeklickter Worte für ihn sprach. Er hatte auch die Möglichkeit diese Sätze auf Diskette zu speichern, um sie für die Vorlesung zu verwenden.

Der Erfolg des Buches brachte es mit sich, das Stephen immer mehr im Ausland unterwegs war. Er trat auch in zahlreichen Fernsehshows auf und verbrachte so immer weniger Zeit mit seiner Familie. Immer öfter reiste er auch nach Amerika, wo er zu den berühmtesten Wissenschaftlern gehört. Seine Kollegen befürchteten, daß er sich nun kaum noch seiner Arbeit widmen würde. Aber dem war nicht so. Er veröffentlichte weiter seine Forschungsergebnisse. Doch amüsierte er sich auch weiterhin auf Veranstaltungen, wo er mit seinem Rollstuhl übers Tanzparkett wirbelte.

Was den Rollstuhl angeht, so ist Stephen in Cambridge gefürchtet. Schelmisch fährt er mit seinem Rollstuhl überall dort lang wo er will und meint er hätte die eingebaute Vorfahrt. Auch wenn ihm jemand den Weg versperrt, fährt er unbeirrt weiter und sorgt so immer wieder für Aufsehen.

1990 trennten sich Jane und Stephen Hawking. Das bedeutete einen schweren Verlust für ihn. Doch sein unbeugsamer Wille und sein Optimismus haben sich durchgesetzt und lassen ihn weiter an seinen Forschungen und weiteren Büchern arbeiten.

 

 

nach oben